Polizist gewinnt das Main Event des Gateway Poker Classic 2024
Brett Hagopian aus Granite City wurde Champion des Gateway Poker Classic und erzielte seinen größten Pokersieg seiner Karriere beim RGPS-Turnier in St. Louis.
Der Polizist aus Granite City, Brett Hagopian, feierte den größten Sieg seiner Pokerkarriere, indem er das Main Event des Gateway Poker Classic mit einem Buy-in von $800 gewann. Das Turnier fand im Rahmen der RunGood Poker Series (RGPS) im Hollywood Casino & Hotel in St. Louis statt. Gateway Poker Classic: Turnier- und Finaltisch-Details Das Gateway Poker Classic ist Teil der beliebten RunGood Poker Series, die regelmäßig in verschiedenen Städten der USA ausgetragen wird. Dieses Mal zog das Turnier 705 Teilnehmer an und bildete einen beeindruckenden Preispool von $493.500. Alle, die es in den zweiten Tag schafften, hatten sich bereits Preisgelder gesichert. Brett Hagopian, der als Polizist im Vorort Granite City von St. Louis arbeitet, verpasst keinen RGPS-Stopp, wenn die Serie in seine Heimatstadt kommt. Dieses Mal zahlten sich seine Ausdauer und Erfahrung aus: Er holte sich den verdienten Sieg und den größten Preis seiner Karriere. Vor diesem Erfolg hatte Hagopian bereits $94.000 an Live-Turnierpreisgeldern gesammelt, darunter einen Sieg beim Ameristar Poker Open und einen tiefen Run bei den WSOP PokerNews Daily Deepstacks im letzten Sommer. Der Gewinn beim Gateway Poker Classic ist jedoch sein bisher größter und brachte ihn über die Marke von $100.000 an Karrierepreisgeldern. Hagopian selbst betonte, dass dieser Sieg sein größter Pokererfolg ist: „Das ist die Nummer eins, ohne Zweifel. Es bedeutet mir sehr viel. Ich habe fast an jedem RunGood-Stopp gespielt, wenn sie nach St. Louis kommen. Bisher hatte ich nur die Trophäe für den Sieg beim APO, aber dieses Ergebnis ist das größte. Das ist sehr wichtig für mich.“ Ergebnisse des Finaltisches des Gateway Poker Classic Platz Spieler Preisgeld 1 Brett Hagopian $71.740 2 Ben Miller $55.000 3 Tyler Breeding $54.000 4 Javier Terrazas $51.000 5 Keith Heine $49.000 6 Greg Iken $48.000 7 Jerry Knoche $15.350 8 Cameron Dugan $12.250 9 Matthew Blackwell $9.900 10 Phil Boyd $7.900 86 Spieler kehren an Tag 2 zurück: Kampf um den Finaltisch Von den 705 Teilnehmern erreichten 86 Spieler Tag 2, alle waren bereits im Geld. Unter ihnen befanden sich sowohl bekannte Spieler als auch Vertreter der RunGood-Serie. Zum Beispiel schied WSOP-Bracelet-Gewinner Jason Simon als einer der ersten aus, während Horace Ingram, der den Tag als Zweiter im Chipcount begann, bereits in der ersten Stunde ausschied. RunGood-Botschafter Jeffrey Copeland belegte Platz 40, und der Chipleader von Tag 1a, Steph Martines, landete auf Platz 24. Brett Hagopian stand früh vor dem Aus: Er ging mit einem Paar Zehnen All-in gegen Adam Latham, der Ass-König hielt. Auf dem Flop traf Latham das Top-Paar, doch am Turn machte Hagopian eine Straße und verdoppelte, wodurch er im Turnier blieb. Der Finaltisch formierte sich nach einer Hand, in der der Chipleader des Tages, Phil Boyd, seine verbleibenden 1.030.000 am River mit einem Paar Buben setzte, doch Greg Iken zeigte zwei Paare und eliminierte ihn auf Platz 10. Iken startete den Finaltisch mit einem großen Vorsprung – 9.200.000 Chips, mehr als doppelt so viele wie der nächste Verfolger Keith Heine. Start des Finaltisches: Serie von Verdopplungen und Kampf ums Überleben Der Finaltisch begann mit einer Reihe von Verdopplungen der Shortstacks. Bereits in der ersten Hand bekam Jerry Knoche Pocket Kings und verdoppelte gegen Matthew Blackwell. Danach gewann Blackwell einen Coinflip mit Pocket Zweien gegen Iken mit Ass-König. Ben Miller verdoppelte gegen Knoche, und Tyler Breeding traf mit Ass-Dame ein Full House gegen Heines Neunen im Preflop-All-in. Als Erster verließ Blackwell den Finaltisch, als sein Ass-Bube gegen Millers Ass-Dame unterlag. Kurz darauf ging Cameron Dugan mit Pocket Dreien All-in, lief aber in Heines Damen und wurde Achter. Iken behielt die Führung, als er mit einem Vier-Bet-All-in gegen Javier Terrazas antrat. Terrazas callte 3.850.000 mit Ass-König, während Iken Könige hielt. Terrazas brauchte ein Ass – und es kam auf dem Flop, wodurch er verdoppelte und die Führung übernahm. Nach einer kurzen Pause folgte eine Phase vorsichtiger Spielweise: Über 20 Minuten sah niemand einen Flop – die Spieler versuchten, bei schnell steigenden Blinds zu überleben. In dieser Zeit schrumpfte Hagopians Stack auf 755.000. Er ging vom Small Blind All-in, Iken callte mit 2-3, Hagopian hielt Ass-Fünf. Am Board machte Hagopian zwei Paare und verdoppelte, danach bekam er Pocket Asse und verdoppelte erneut, diesmal gegen Terrazas. Knoche verlor einen Coinflip mit Vieren gegen Heines König-Zehn und wurde Siebter. Danach, als die Stacks sehr kurz wurden, beschlossen die sechs verbleibenden Spieler, einen ICM-Deal (Aufteilung des Preispools entsprechend den Stacks) zu besprechen. Durch den Deal sicherte sich Hagopian als Chipleader $45.740, weitere $26.000 blieben für den späteren Champion im Pot. Nach dem Deal: Aggressives Spiel und schnelle Eliminierungen Der Wegfall des Drucks durch die großen Preisgelder veränderte sofort die Dynamik am Tisch. Die Spieler wurden aktiver und gingen häufiger All-in. Miller bekam Pocket Asse und verdoppelte gegen Heines Siebener, und schon in der nächsten Hand eliminierte er Iken (6. Platz) mit Ass-Dame. Heine verdoppelte gegen Terrazas, doch kurz darauf traf Breeding am River Trips gegen seine Neunen und schickte den RGPS St. Louis Champion 2023 auf Platz fünf. In der nächsten Hand eliminierte Breeding Terrazas, sodass nur noch drei Spieler übrig waren. Nach einem Double-up von Hagopian gegen Breeding waren alle drei Spieler nahezu gleichauf im Chipcount. Dann ging Breeding vom Small Blind All-in, Miller callte 7.800.000 mit Damen. Breeding hatte Ass-high und ein Flushdraw auf dem Flop, konnte sich aber nicht verbessern und verlor den Großteil seines Stacks. Heads-up: Hagopian drückt, Miller hält dagegen Mit nur noch 600.000 konnte sich Breeding noch einmal verdoppeln, doch kurz darauf eliminierte ihn Hagopian, indem er am River eine Straße traf. Im Heads-up hatte Miller 15.000.000 Chips gegen 13.000.000 von Hagopian. Hagopian begann, konsequent All-ins zu spielen und setzte Miller damit maximal unter Druck. In einer Hand callte Miller ein All-in mit König-Vier gegen Hagopians Achter. Auf dem Flop traf Miller zwei Paare und verdoppelte. Doch Hagopian ließ nicht locker und setzte sein aggressives Spiel fort. In der entscheidenden Hand ging Miller mit 13.000.000 und Pocket Siebener All-in, Hagopian callte mit König-Acht. Auf dem Flop kam ein König, und Hagopian gewann das Turnier und wurde Champion des Gateway Poker Classic. Der nächste RGPS-Stopp in St. Louis findet im Oktober statt, und Hagopian kündigte bereits an, dass er seinen Titel verteidigen wird: „Jedes Mal, wenn sie nach St. Louis kommen, bin ich dabei. Vielleicht probiere ich auch andere Städte aus.“ Komplette Auszahlungstabelle des Finaltisches Platz Spieler Preisgeld 1 Brett Hagopian $71.740 2 Ben Miller $55.000 3 Tyler Breeding $54.000 4 Javier Terrazas $51.000 5 Keith Heine $49.000 6 Greg Iken $48.000 7 Jerry Knoche $15.350 8 Cameron Dugan $12.250 9 Matthew Blackwell $9.900 10 Phil Boyd $7.900 Kontext: Die RunGood Poker Series und ihre Teilnehmer Die RunGood Poker Series (RGPS) ist eine der bekanntesten regionalen Pokerturnierserien in den USA und versammelt regelmäßig Hunderte von Spielern bei ihren Stopps. Die RGPS-Events finden in den größten Casinos des Landes statt, und das Hollywood Casino & Hotel in St. Louis ist ein traditioneller Anziehungspunkt für lokale und angereiste Regulars. Am Turnier nahmen sowohl lokale Spieler als auch bekannte Profis teil. Darunter WSOP-Bracelet-Gewinner Jason Simon, Serienbotschafter Jeffrey Copeland sowie der Vorjahressieger der RGPS St. Louis, Keith Heine. Jeder von ihnen trug zur spannenden Action am Finaltisch bei. Für Brett Hagopian war dieser Sieg nicht nur der größte seiner Karriere, sondern auch ein Symbol für Ausdauer: Er spielt regelmäßig bei den RGPS-Stopps in St. Louis und verbindet seine Pokerleidenschaft mit dem Beruf als Polizist. Sein Erfolg zeigt, wie ein Amateur durch kluge Nutzung der Chancen in regionalen Serien beachtliche Ergebnisse erzielen kann. Schlüsselhände und strategische Momente des Turniers Hagopians Double-up in der frühen Phase von Tag 2: Ein entscheidender Moment, als seine Zehnen gegen Lathams Ass-König hielten, ermöglichte Hagopian, im Turnier zu bleiben und weiterzukämpfen. Kritische Hand am Finaltisch: Iken mit Königen gegen Terrazas mit Ass-König. Das Ass auf dem Flop dreht die Kräfteverhältnisse, Terrazas übernimmt die Führung. Zwei aufeinanderfolgende Double-ups von Hagopian: Zuerst mit Ass-Fünf gegen Ikens 2-3, dann mit Assen gegen Terrazas. Diese Hände brachten Hagopian zurück ins Rennen um den Titel. ICM-Deal zu sechst: Die Spieler teilten den Großteil des Preispools, $26.000 blieben für den Sieger. Das nahm den Druck und beschleunigte das Spiel. Aggressive Strategie von Hagopian im Heads-up: Ständige All-ins zwangen Miller zum Risiko, und schließlich gewann Hagopian den entscheidenden Coinflip mit König-Acht gegen Siebener. Was das für PPPoker-Clubspieler bedeutet Diese Geschichte ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie regelmäßige Teilnahme an Live- und Online-Turnieren auch für Nicht-Profis zu großen Erfolgen führen kann. Brett Hagopian, der Beruf und Poker verbindet, konnte durch Erfahrung und Ausdauer ein großes Turnier gewinnen. Für PPPoker-Clubmitglieder ist das der Beweis, dass Disziplin, Spielanalyse und aktive Teilnahme an Events der Schlüssel zu Wachstum und Erfolg sind. Besonders hervorzuheben sind die strategischen Momente, die sich am Finaltisch zeigten: das richtige Timing für Double-ups, der kluge Einsatz von ICM-Deals sowie das aggressive Spiel im Heads-up. All diese Fähigkeiten kann und sollte man in den Clubspielen bei PPPoker trainieren, um für die entscheidenden Phasen großer Turniere gewappnet zu sein. Schließlich zeigt Hagopians Erfahrung, dass die Teilnahme an regionalen Serien und Club-Ligen nicht nur Spaß macht, sondern auch die eigene Pokerkarriere voranbringen kann. Selbst wenn man kein Profi ist, können regelmäßige Praxis und das Nutzen von Chancen zu bedeutenden Siegen und großen Preisgeldern führen.