Joseph Ferguson gewann die RunGood Poker Series Joplin mit einem Paar Siebenen auf der Hand
Joseph Ferguson wurde Champion des Main Events der RunGood Poker Series Joplin, nachdem er sich dreimal mit einem Paar Siebenen verdoppelt und $48.516 gewonnen hatte.
Joseph Ferguson hat das Main Event der RunGood Poker Series Golden Expedition Joplin mit einem Buy-in von $700 gewonnen und dabei am Finaltisch unglaubliche Ausdauer und Können bewiesen. Seine Pocket Siebener wurden zu seinem Glücksbringer – mit genau dieser Hand konnte er sich auf dem Weg zum Titel und dem Hauptpreis von $48.516 dreimal verdoppeln. Das ist der größte Gewinn seiner Pokerkarriere und sein zweiter bedeutender Titel nach dem Sieg beim WSOP Circuit im Jahr 2024. Kontext: RunGood Poker Series und das Downstream Casino Resort Die RunGood Poker Series (RGPS) ist eine beliebte Serie von Live-Pokerturnieren, die in den gesamten USA ausgetragen wird. Die Main Events der RGPS ziehen traditionell Hunderte von Teilnehmern an – dank moderater Buy-ins, freundlicher Atmosphäre und abwechslungsreichem Programm. Das Golden Expedition Joplin Turnier fand im Downstream Casino Resort statt, wo sich bereits mehrfach die besten Spieler der Region versammelt haben. Für Ferguson ist dieser Ort vertraut: Vor einem Jahr belegte er hier den 10. Platz, und vor zehn Jahren erreichte er den Finaltisch der RGPS in Tulsa. Die Teilnahme an solchen Serien ist eine großartige Gelegenheit für Hobbyspieler, sich zu beweisen und um beachtliche Preisgelder zu kämpfen, ohne dem Druck und der harten Konkurrenz der größten internationalen Serien wie WSOP oder WPT ausgesetzt zu sein. Ferguson selbst betont, dass er gerade wegen der entspannteren Atmosphäre besonders viel Freude an den RGPS-Events hat. Turnierverlauf: Vom Starttag bis zum Finaltisch Das Main Event der RGPS Golden Expedition Joplin mit einem Buy-in von $700 verzeichnete 400 Entries. 49 Spieler erreichten den zweiten Turniertag. Unter ihnen waren sowohl bekannte Profis als auch ambitionierte Amateure. Schon in den frühen Phasen des zweiten Tages kam es zu dramatischen Bustouts der Favoriten: Der Chipleader von Tag 1a, Mostafa Ashkarhizani, schied aus, nachdem seine Asse gegen zwei Paare von Daniel Lowery verloren. RGPS-Urgestein Papa Karn belegte Platz 32. Der amtierende Champion Cody Hughey beendete das Turnier auf Platz 26. Mostafas Sohn, Evan Ashkarhizani, schied auf Platz 21 aus. Chipleaderin zu Beginn des Tages war Heidi Erickson, doch sie konnte ihren Vorsprung nicht halten: Sie schied auf Platz 17 aus, als ihr Set Zehnen gegen das Set Asse von Jeff Copeland verlor. Daniel Lowery, Rekordhalter für die meisten RGPS-Ringe, schaffte es ebenfalls nicht an den Finaltisch – er verlor zwei All-ins in Folge gegen Frederic Roll und belegte Platz 15. Die Finaltisch-Bubble platzte, als Robert Little am River eine Straße traf und Tim Black eliminierte. Startstacks am Finaltisch Jeff Copeland – 2.300.000 (Chipleader) Joseph Ferguson – 1.400.000 Landon Mabe – 1.400.000 Showdown: Finaltisch und entscheidende Hände Der Finaltisch begann mit dem schnellen Ausscheiden von Josh Hawkins (9. Platz), der im All-in gegen Ferguson unterlag: AQ gegen QJ . Kurz darauf verlor Tricia Wu (8. Platz) gegen Landon Mabe: Ihr AJ konnte sich nicht gegen AK behaupten. Es folgten zwei schnelle Hände: Michael Varnell (7. Platz) ging mit 265.000 All-in, wurde von Mabe und Copeland gecallt. Am River machte Copeland ein Full House und eliminierte Varnell. Craig Leopard (6. Platz) schied aus, nachdem er gegen Ferguson verlor: AJ gegen AQ. Danach geriet die verbliebene Fünfergruppe in einen langwierigen Kampf, der über zwei Stunden ohne Eliminierungen andauerte. Jeder der Spieler war abwechselnd Chipleader, dann wieder Shortstack und kämpfte sich zurück – es gab große Swings und viel Nervenkitzel. In einer der Schlüsselhände verdoppelte sich Copeland gegen Ferguson mit einer Straße am Flop. Little, der zwischenzeitlich weniger als 1.000.000 Chips hatte, konnte die Führung übernehmen, nachdem er am River einen großen Pot gegen Ferguson gewann. Nach der Pause verdoppelte sich Copeland erneut, diesmal mit Pocket Aces gegen Ferguson, der dadurch auf einen kritischen Shortstack zurückfiel. Genau hier begann Fergusons Serie an wundersamen Rettungen mit Pocket Siebenern: Erstes All-in: 77 gegen AJ von Little. Am Flop kam ein Ass, aber direkt danach auch eine Sieben, sodass Ferguson ein Set traf und sich verdoppelte. Zweites All-in: 77 gegen KT von Copeland. Die Siebener hielten, Ferguson verdoppelte erneut. Copeland beendete das Turnier auf Platz 5, als Little ein Set Achter traf. Kurz darauf spielten Ferguson und Little den größten Pot des Finaltisches: Am River setzte Ferguson 500.000, Little raiste auf 1.000.000, woraufhin Ferguson All-in für 3.100.000 ging. Little callte sofort mit einem Full House auf Sechsen, doch Ferguson hielt ein Full House auf Siebenern – dieser Pot war der Wendepunkt und verschaffte Ferguson einen großen Chiplead. Landon Mabe verlor fast seinen gesamten Stack in einer Hand, in der beide mit Little eine Straße machten, aber Little am River einen Flush vervollständigte. Kurz darauf eliminierte Little Mabe auf Platz 4. Connor Hayward, lange Zeit Chipleader, fiel auf 1.200.000 zurück und verlor den Coinflip mit KQ gegen 99 von Ferguson, womit er Dritter wurde. Das finale Duell: Heads-up Ferguson gegen Little Im Heads-up startete Ferguson mit einem Chiplead – 9.700.000 gegen 2.300.000 von Little. In einer der ersten Hände war Little All-in mit einem Flushdraw gegen Fergusons Paar Neunen. Der River brachte keinen Flush, aber verbesserte Little auf ein Paar Damen, sodass er sich verdoppelte und in Führung ging. Doch Ferguson holte sich die Führung schnell zurück, als er am River ein Paar Könige traf und Littles Bluff callte. Danach spielten die Gegner fast eine Stunde lang nur kleine Pots, bevor Little seine letzten 2.000.000 mit 65 All-in stellte und Ferguson mit AQ callte. Das Board brachte keine Hilfe für Little, und Ferguson sicherte sich den Sieg. Ergebnisse des Finaltisches RGPS Golden Expedition Joplin $700 Main Event Platz Spieler Preisgeld 1 Joseph Ferguson $48.516 2 Robert Little $32.139 3 Connor Hayward $23.038 4 Landon Mabe $16.782 5 Jeff Copeland $12.416 6 Craig Leopard $9.322 7 Michael Varnell $7.089 8 Tricia Wu $5.462 9 Josh Hawkins $4.282 Joseph Fergusons Weg: Vom Amateur zum zweifachen Champion Joseph Ferguson stammt aus Oklahoma und begann vor über 30 Jahren mit dem Pokerspielen, als er in Iowa studierte. Heute arbeitet er als Kalkulator im Bereich Stromversorgung und sieht Poker als sein Hobby. Trotzdem konnte Ferguson schon mehrfach bei RGPS-Events Erfolge feiern: Vor zehn Jahren erreichte er den Finaltisch in Tulsa, und 2023 belegte er den 10. Platz im Downstream Casino Resort. Im Interview nach seinem Sieg gab Ferguson zu, dass er früher sehr schwach spielte und wenig Zeit in Theorie investierte, aber nach und nach durch Beobachtung anderer Spieler und stetige Verbesserung seiner Fähigkeiten Erfahrung sammelte. Mit Ironie bezeichnet er sich selbst als „Luckbox“ (Spieler, der oft Glück hat) und sagt, sein Stil sei: „All-in gehen und beten“. Der Sieg in Joplin ist Fergusons größter Erfolg: Seine Gesamtgewinne bei Live-Turnieren übersteigen nun $100.000. Besonders wichtig ist für ihn, dass dies sein erster RGPS-Championsring ist und insgesamt sein zweiter großer Titel nach dem WSOP Circuit-Sieg 2024. Ferguson bewies nach dem Triumph Humor: Für das Siegerfoto legte er die Karten 8-6-7-5-3-0-9 aus – eine Anspielung auf den 80er-Jahre-Hit „867-5309/Jenny“ von Tommy Tutone. Der Spieler betont, dass er seinen Ansatz beim Poker nicht ändern will: „Es ist einfach ein Turniersieg. Ich bin kein Profi, spiele hauptsächlich in Oklahoma und fahre vielleicht ein- bis zweimal im Jahr nach Vegas.“ Schlüsselmomente am Finaltisch: Die Rolle der Pocket Siebener Das Hauptthema am Finaltisch war Fergusons Serie an rettenden Verdopplungen mit Pocket Siebenern. Dreimal war er im All-in, und jedes Mal brachten ihm die 77 den Sieg – zweimal gegen bessere Hände und einmal gegen Overcards. Ferguson sagte nach dem Turnier mit einem Lächeln: „Siebener sind jetzt meine Lieblingshand. Ich habe damit dreimal ein Set gemacht und mich jedes Mal verdoppelt.“ Solche Situationen zeigen anschaulich, wie auch im Turnierpoker mit tiefen Stacks das Glück eine entscheidende Rolle spielen kann und wie das geschickte Ausnutzen günstiger Momente den Verlauf selbst nach schweren Rückschlägen wenden kann. Ferguson betonte außerdem, dass die Swings am Finaltisch emotional schwer zu verkraften waren, er aber versuchte, ruhig zu bleiben: „Man muss einfach im Moment bleiben, mit Enttäuschungen umgehen, tief durchatmen und weitermachen.“ Was das für PPPoker-Clubspieler bedeutet Für Mitglieder der PPPoker-Clubs ist diese Geschichte ein hervorragendes Beispiel dafür, wie auch Hobbyspieler bei Live-Turnieren große Erfolge feiern können, wenn sie Erfahrung, Ausdauer und ein wenig Glück kombinieren. Ferguson hat gezeigt, dass man kein Profi sein oder viel Zeit in Theorie investieren muss, um zu gewinnen: Wichtig ist, nach Rückschlägen nicht aufzugeben und die eigenen Stärken zu nutzen. Die praktische Lehre für PPPoker-Spieler: Unterschätzt niemals die Kraft von Disziplin und mentaler Stärke. Selbst wenn ihr im Shortstack seid oder mehrere große Pots verloren habt, gibt es immer eine Chance auf ein Comeback, wenn ihr einen kühlen Kopf bewahrt und überlegte Entscheidungen trefft. Außerdem unterstreicht Fergusons Erfolg mit derselben Hand: Es ist wichtig, an die eigene Strategie zu glauben und keine Angst vor aggressivem Spiel zu haben, wenn die Situation es verlangt. Schließlich ist das RGPS-Format mit erschwinglichen Buy-ins und freundlicher Atmosphäre dem Clubpoker auf PPPoker sehr ähnlich. Das bestätigt, dass regelmäßige Praxis in Online-Clubs eine hervorragende Vorbereitung auf Live-Turniere jeder Größenordnung sein kann. Bleibt dran, nehmt an Club-Events teil und nutzt eure Chance, euch zu beweisen – vielleicht gehört der nächste Ring oder Pokal schon bald euch!