Die Pokerlegende aus New York, Howard „Howie the Kid“ Feingold, ist verstorben
Die Pokergemeinschaft trauert um Howard Feingold, bekannt als „Howie the Kid“, der aufgrund von Herzkomplikationen verstorben ist. Sein Beitrag zum Poker wird den Spielern für immer in Erinnerung bleiben.
Die Pokergemeinschaft von New York und ganz Amerika hat einen schweren Verlust erlitten – Howard Feingold, bekannt unter dem Spitznamen „Howie the Kid“, ist verstorben. Die Todesursache waren Komplikationen im Zusammenhang mit einer Herzerkrankung. Über Feingolds Tod berichtete sein langjähriger Freund und Mentor, der professionelle Spieler Kenna James, der seine Erinnerungen an Howard mit PokerNews teilte. Eine schillernde Persönlichkeit und ein widersprüchlicher Charakter Kenna James, der als Pokertrainer für Feingold tätig war, betonte, dass Howard eine auffällige, einprägsame Persönlichkeit hatte. Laut James verstand es Feingold, mehrere Lebensrollen gleichzeitig zu vereinen: Er dachte gleichzeitig an Glauben, Familie, Freundschaft, Glücksspiel, Poker, Unterhaltung und Geschäft. Dabei versuchte Howard nicht, seine inneren Widersprüche zu verbergen – im Gegenteil, er sprach offen darüber, diskutierte mit sich selbst und verteidigte ehrlich beide Seiten. James hob hervor, dass Feingold ein einzigartiger Mensch war, der im Leben vieler Menschen einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Nach seinem Tod hat Howard Feingold seine Organe denjenigen vermacht, die eine Transplantation benötigen. Diese Tat war sein letzter Ausdruck von Großzügigkeit und Fürsorge für andere. Der Weg im Poker: Von Untergrundspielen zu großen Turnieren Howard Feingold war über viele Jahre eine bekannte Figur in der New Yorker Pokerszene. In einem Interview mit dem Pokerjournalisten Paul Oresteen im Jahr 2024 erzählte Feingold von seinen ersten Schritten im Poker. Von 1985 bis 1990 spielte er praktisch täglich, unter anderem in einem bekannten Untergrundraum, der mit der Familie Gotti in Verbindung stand, wo Seven Card Stud mit drei möglichen Raises pro Straße und einem festgelegten Cap gespielt wurde. Genau in dieser Zeit erhielt er den Spitznamen „Howard the Kid“. Feingold gab offen zu, dass er in jenen Jahren ein leidenschaftlicher Spieler war. Er konnte in einer Nacht $2.000–3.000 beim Poker gewinnen, verlor dieses Geld aber sofort wieder beim Würfeln. Dieser Lebensstil führte schließlich dazu, dass er beschloss, eine Pause von seiner Pokerkarriere einzulegen. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Vorfall, als er während eines Spiels bemerkte, dass der legendäre Spieler Amarillo Slim versuchte zu betrügen. Feingold schwieg nicht, sondern beschuldigte seinen Gegner direkt des unehrlichen Spiels. Seinen Angaben zufolge war bei diesem Spiel auch ein weiterer bekannter Pokerspieler der alten Schule anwesend, dessen Namen er jedoch nicht nennen wollte. Lange Abwesenheit und Rückkehr zum Poker Nach diesem Vorfall zog sich Feingold für viele Jahre vollständig vom Poker zurück und verpasste sogar den berühmten „Moneymaker Boom“ – die Zeit, als Poker durch den Sieg von Chris Moneymaker bei der WSOP zu einem Massenphänomen wurde. Zurück zum Spiel brachte ihn eine zufällig im Fernsehen gesehene Übertragung eines Pokerturniers. Von diesem Moment an begann er wieder aktiv an Turnieren teilzunehmen und sammelte schnell Preisgelder. Turniererfolge und Preisgelder Laut der Datenbank von The Hendon Mob belaufen sich die gesamten Turnier-Gewinne von Howard Feingold seit 2018 auf $507.078. Sein bestes Ergebnis war der 21. Platz beim World Poker Tour (WPT) Lucky Hearts Poker Open Championship im Jahr 2022, für den er $33.440 erhielt. Obwohl es Feingold nicht gelang, den Haupttitel zu gewinnen, auf den er hinarbeitete, betonte Kenna James: „Der Haupttitel ist ihm nur entgangen, weil ihm die Zeit ausging. Fast alles andere hat er geschafft. Ich denke, vor ihm lag noch ein wichtigeres Spiel.“ Kurzstatistik der Preisgelder von Howard Feingold: Gesamte Turnier-Gewinne: $507.078 (seit 2018) Bestes Ergebnis: 21. Platz beim WPT Lucky Hearts Poker Open Championship 2022 — $33.440 Erinnerung und Abschied Die Beerdigung von Howard Feingold findet am Donnerstag um 11:30 Uhr im Riverside-Nassau North Chapel, 55 N. Station Plaza, Great Neck, New York, statt. Die Redaktion von PokerNews sprach der Familie und den Freunden des Pokerspielers ihr Beileid aus. Was das für die Spieler der PPPoker-Clubs bedeutet Die Geschichte von Howard Feingold ist eine Erinnerung daran, wie wichtig das Gleichgewicht zwischen Leidenschaft und Verantwortung ist. Sein Weg zeigt, dass man auch nach einer langen Pause ins Spiel zurückkehren und Erfolg haben kann, wenn man Poker bewusst angeht und aus eigenen Erfahrungen lernt. Für die Mitglieder der PPPoker-Clubs ist Feingolds Beispiel ein Anlass, über Ehrlichkeit und Ethik im Spiel nachzudenken. Er hatte keine Angst, Betrug am Tisch offen anzusprechen, was von Prinzipientreue und Respekt für Poker als Denksport zeugt. Gerade in modernen Online-Clubs sind diese Eigenschaften besonders wichtig: Es gilt, ehrliches Spiel zu fördern und Regelverstöße nicht zu ignorieren. Schließlich inspiriert Feingolds Geschichte dazu, sich nicht nur auf die Ergebnisse am Tisch zu konzentrieren. Seine Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft sind ein Vorbild für jeden Spieler. In den PPPoker-Clubs werden nicht nur Können, sondern auch der Beitrag zur Entwicklung der Community geschätzt. Denken Sie daran, wenn Sie spielen und mit anderen Mitgliedern interagieren.