Der griechische Spieler Kyriakos Kesidis hat die EPC Monsterstack-Trophäe gewonnen

Der griechische Pokerliebhaber Kyriakos Kesidis hat das €600 Monsterstack-Turnier der King's Million European Poker Championship 2026 gewonnen. Erfahren Sie mehr über den Finaltisch und seinen Weg zum Erfolg.

Im Rahmen der prestigeträchtigen King's Million European Poker Championship 2026 im King's Resort wurde das €600 Monsterstack-Turnier ausgetragen, das eine beeindruckende Teilnehmerzahl verzeichnete und für den griechischen Freizeitspieler Kyriakos Kesidis zum Triumph wurde. Trotz einer Reihe von Rückschlägen an den Starttagen brachte ihm erst der fünfte Versuch nicht nur seinen ersten großen Pokal, sondern auch ein beachtliches Preisgeld ein. In diesem Artikel berichten wir ausführlich über den Turnierverlauf, die Schlüsselmomente am Finaltisch und die Bedeutung dieses Erfolgs für die Spieler der PPPoker-Clubs. Kontext: Die Serie und das Turnierformat Die King's Million European Poker Championship ist eine der größten Pokerserien, die jährlich im King's Resort stattfindet. Das Resort ist bekannt für seine groß angelegten Turniere und zieht die besten Spieler aus aller Welt an. Das €600 Monsterstack-Turnier lockt traditionell sowohl Profis als auch Amateure an – dank des moderaten Buy-ins (€600) und der tiefen Stacks, die den Teilnehmern erlauben, ihr Können und ihre Ausdauer unter Beweis zu stellen. Monsterstack bezeichnet ein Turnierformat, bei dem die Spieler mit einem deutlich größeren Startstack als üblich ins Rennen gehen. Das bietet mehr Spielraum für strategische Manöver und verlängert die Turnierdauer – ein Aspekt, der besonders von erfahrenen Spielern geschätzt wird. Kyriakos Kesidis’ Weg zum Sieg: Von Rückschlägen zum Triumph Kyriakos Kesidis, gebürtiger Grieche und Physiotherapeut auf Zypern, ist kein Profi und nimmt nur wenige Male im Jahr an Live-Turnieren teil. Für ihn ist Poker ein Hobby, kein Beruf – nach eigenen Angaben spielt er lediglich zwei- bis dreimal jährlich, meist in Verbindung mit Reisen und zur Entspannung. Diesmal war der Weg zum Erfolg alles andere als einfach: Kesidis schied an vier Startflights aus, doch entgegen dem Rat eines Freundes, der ihm empfahl aufzuhören, entschied er sich für einen fünften Versuch. Genau diese Entschlossenheit wurde zum Wendepunkt: „Vor zwei Tagen sagte ich meinem Freund, dass ich schon viermal gespielt und verloren habe. Er meinte: ‚Registriere dich nicht nochmal, das ist zu viel für dieses Turnier.‘ Aber ich hatte das Gefühl, dass dieses Turnier für mich bestimmt ist, also meldete ich mich ein fünftes Mal an“, erzählte Kesidis nach seinem Sieg. Mit der fünften Anmeldung schaffte er es in den zweiten Turniertag, dominierte dort die Tische und ging am Finaltag als einer der Chipleader unter den verbleibenden 24 Spielern ins Rennen. Der Finaltag und die entscheidenden Momente Der Finaltag begann mit 24 Teilnehmern, und bereits im ersten Level schieden ein Drittel der Spieler aus – das Tempo war von Beginn an hoch. Kesidis startete mit einem großen Stack, befand sich am Finaltisch der letzten neun jedoch im Mittelfeld. Dennoch gelang es ihm, zwei Spieler zu eliminieren und sich zweimal zu verdoppeln, wodurch er die Führung zurückeroberte, als nur noch vier Spieler übrig waren. Vor der entscheidenden Phase legten die Finalisten eine Pause ein, nach der eine wichtige Entscheidung getroffen wurde: eine ICM-Deal-Vereinbarung (Independent Chip Model) zur Aufteilung der Preisgelder. Kesidis schlug vor, über einen Deal zu sprechen, um jedem der vier verbliebenen Spieler eine sechsstellige Auszahlung zu sichern. „Ich habe vorgeschlagen, über einen Deal zu reden, aber ich habe nicht mehr verlangt als die anderen. Wir haben uns einfach die Zahlen angeschaut“, so der Sieger. Am Ende einigten sich die Spieler auf einen ICM-Deal, bei dem der Großteil des Preisgeldes unter den vier Finalisten aufgeteilt wurde, während ein zusätzlicher Betrag für die beiden besten Plätze reserviert blieb. Nach dem Deal gab Kesidis zu, dass er sich etwas entspannte, da ihm nun mehr als €112.000 sicher waren. Doch sein Freund erinnerte ihn daran, dass es noch um zusätzliches Geld ging: „Du hattest noch nie solche Summen auf deinem Konto, also kämpfe weiter.“ Von dieser Unterstützung motiviert, konzentrierte sich Kesidis erneut und setzte sein Spiel fort – auch dank Glück auf dem River in einer entscheidenden Hand gegen BUNJO. Das Finale: Kampf um den Titel und die Emotionen des Siegers In der entscheidenden Phase des Turniers geriet Kesidis mehrfach ins Hintertreffen, konnte seine Siegchancen aber stets wahren. Platz drei ging an Dan Sfarlea, der nach der ersten Hand des Finaltags nur noch vier Big Blinds übrig hatte und sich nicht mehr erholen konnte. Im Heads-up verdoppelte Kesidis zunächst gegen BUNJO und traf bereits in der nächsten Hand die entscheidende Karte auf dem River, um den Sieg perfekt zu machen. Nach der letzten Hand gestand Kesidis, dass er seinen Erfolg zunächst kaum fassen konnte: „Ich dachte – das kann nicht sein, das ist unmöglich. Ich wusste gar nicht, wie ich reagieren sollte, denn außer meinem Freund war niemand da. Aber ich bin sicher, dass mich auf Zypern viele unterstützen und mit mir feiern, und das macht mich glücklich.“ Das Turnier in Zahlen: Preisgelder und Finaltischergebnisse Das €600 Monsterstack-Turnier verzeichnete einen Rekord von 2.903 Entries, was einen Preispool von €1.480.530 ermöglichte. Dank des ICM-Deals erhielten alle vier Finalisten sechsstellige Auszahlungen, während Kesidis seinen ersten großen Pokal und €146.800 Preisgeld mit nach Hause nahm. Ergebnisse des Finaltisches €600 Monsterstack* *Die Preisgelder wurden gemäß dem Vier-Spieler-ICM-Deal angepasst. 1. Platz: Kyriakos Kesidis — €146.800* 2. Platz: BUNJO — €124.900* 3. Platz: Dan Sfarlea — €112.000* 4. Platz: Dalibor Dula — €112.000* 5. Platz: Jan Bendik — €54.200 6. Platz: Gal Naim — €38.100 7. Platz: Jaime Lebre — €27.100 8. Platz: Jan Tichacek — €19.500 9. Platz: Lowkey — €14.200 Psychologie und Strategie: Die Bedeutung von Ausdauer und Deals am Finaltisch Die Geschichte von Kyriakos Kesidis zeigt eindrucksvoll, wie Ausdauer und Selbstvertrauen selbst nach einer Pechsträhne zum Erfolg führen können. Fünf Entries in ein Turnier sind für einen Freizeitspieler eine erhebliche Investition, doch gerade Entschlossenheit und die Fähigkeit, Chancen zu nutzen, waren hier entscheidend. Auch die Situation rund um den ICM-Deal am Finaltisch unterstreicht die Bedeutung strategischen Denkens. ICM-Deals ermöglichen es den Spielern, Risiken zu minimieren und sich hohe Auszahlungen zu sichern – besonders relevant bei großen Preispools. In diesem Fall brachte Kesidis’ Initiative, einen Deal zu besprechen, Ruhe und Sicherheit, während die Unterstützung seines Freundes ihm half, im Kampf um den Hauptpreis nicht nachzulassen. Was bedeutet das für PPPoker-Clubspieler? Für Mitglieder der PPPoker-Clubs ist die Geschichte von Kyriakos Kesidis ein anschauliches Beispiel dafür, dass auch Amateure bei großen Serien für Furore sorgen können, wenn sie Ausdauer zeigen und nach Rückschlägen nicht aufgeben. Es ist wichtig, nach einem Bustout nicht den Kopf hängen zu lassen und jede neue Chance zu nutzen – denn gerade der zusätzliche Versuch kann entscheidend sein. Außerdem lohnt es sich, die Praxis von Deals am Finaltisch zu beachten. In den Clubturnieren von PPPoker kommt es häufig vor, dass Spieler sich auf eine Aufteilung der Preisgelder nach ICM oder Chipstand einigen. Wer diese Fähigkeiten beherrscht und die Vorteile solcher Absprachen versteht, kann seine Chancen auf regelmäßige große Gewinne deutlich steigern und die Varianz im Turnierpoker reduzieren. Schließlich zeigt das Beispiel von Kesidis, dass man auch mit begrenzter Live-Erfahrung und seltenen Turnierbesuchen erfolgreich gegen starke Konkurrenz bestehen kann. Entscheidend ist, ruhig zu bleiben, die Situation realistisch einzuschätzen und keine Angst vor scheinbar riskanten Entscheidungen zu haben, wenn man von sich überzeugt ist.